Professor und Sozialforscher Dirk Randoll vom Institut für empirische Sozialforschung der Alanus Hochschule plant eine Erhebung, die die Arbeitszufriedenheit, -bedingungen und -belastungen von Waldorflehrern in einer groß angelegten Befragung erfasst. Nach der bereits in 2007 von Professor Randoll und Heiner Barz (Universität Düsseldorf) veröffentlichten Absolventen-Studie zu Bildung und Lebensgestaltung ehemaliger Waldorfschüler (siehe Webseite waldorf-absolventen.de), ist es nun Ziel, eine Bestandsaufnahme der Arbeitsbelastungen der Lehrer an Waldorfschulen zu untersuchen.
Im September 2010 startet die Befragung der Grundgesamtheit aller Waldorflehrer (ca. 6700) in Deutschland. Wie bereits die Ehemaligen-Studie soll auch die Lehrerbefragung auf die amerikanischen Waldorfschulen ausgedehnt werden. Die Absolventenbefragung wurde damals von Douglas Gerwin und David Mitchell, den Gründern des Research Institute for Waldorf Education, in den USA repliziert und lieferte auf diese Weise vergleichbare Daten zur Befragung der ehemaligen Waldorfschüler in Deutschland. Auch für die Lehrerstudie ist der Kooperationspartner das Research Institute for Waldorf Education in Amhearst, Massachusetts. Die Übertragbarkeit des Fragebogens auf die Verhältnisse an den amerikanischen Schulen sowie die Finanzierung des amerikanischen Teils der Studie wurden während eines dreitägigen Treffens von deutschen und amerikanischen Sozialforschern diskutiert.
In Deutschland wird die Studie durch die Software-AG Stiftung, die Hannoverschen Kassen, die Zukunftsstiftung Bildung und die Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen finanziert. Für die Startfinanzierung in den USA liegt eine Zusage vor, so dass auch dort die Studie voraussichtlich im Herbst 2010 umgesetzt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt werden die ersten Ergebnisse aus der Befragung erwartet.
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