Das interkulturelle Projekt ‘Kunst und Leben’ in Brasilien und Deutschland

9. Februar 2010

In der Zeit vom 7. bis zum 16. Dezember 2009 hatte das Institut für Empirische Sozialforschung Gäste aus Brasilien. Frau Prof. Charlotte Heinritz empfing Prof. Tania Stoltz und Prof. Sonia Marion Marchiorato-Carneiro von der Bundesuniversität in Curitiba, Brasilien.

Kunst und Leben

Frau Prof. Stolz, Frau Prof. Heinritz und Frau Prof. Marchiorato-Carneiro

Thema war das in beiden Ländern parallel durchgeführte Projekt ‘Kunst und Leben’, das an der Alanus Hochschule mit Studierenden des Master-Studiengangs 07 im letzten Semester zum vorläufigen Abschluss gebracht wurde (und zum Semesterauftakt bereits präsentiert wurde) und das in Brasilien zurzeit noch läuft und dort von Masterstudierenden und Doktoranden durchgeführt wird.

Die gemeinsame offene Fragestellung war, welchen Einfluss Kunst auf das Leben der Befragten hatte. In Deutschland wurden dazu sieben narrative Interviews und über einhundert schriftliche Befragungen durchgeführt, in Brasilien waren es 30 Interviews mit integrierten Fragen.

Bei dem jetzigen Treffen der Forscherinnen standen die folgenden Fragen im Mittelpunkt: Welche Unterschiede sind bei dem bisherigen Stand der Ergebnisse im Vergleich der Befragten in Deutschland und Brasilien erkennbar? Und was davon ist kultur- beziehungsweise milieubedingt?

Ohne voreilige Schlüsse zu ziehen, gefiel allen die Verknüpfung der Kunst mit der brasilianischen Redewendung: ‘SAUDADE DE MIM MESMO’ – die Sehnsucht nach sich selbst, die auftritt, wenn das, was ich tue, weit von dem entfernt ist, was ich eigentlich wollte. Und die Kunst – so die brasilianischen Forscherinnen – verhelfe dazu, dem wieder näher zu kommen.

Wenn sich das in Deutschland herumspricht, wird sich die Alanus Hochschule keine Sorgen um zukünftige Studienbewerber machen müssen…

Jürgen Peters
Alfter, 9.12.09

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